Sie wird unterschiedliche Formen und Erfahrungen des Reisens ins sozialistische Ausland beleuchten, speziell nach Polen und in die CSSR. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien der Europa-Universität Viadrina.

Das Reisen war die beliebteste Freizeittätigkeit der Deutschen in Ost wie West. Waren Auslandsreisen für viele DDR-Bürger in den sechziger Jahren noch etwas Besonderes, wurden sie im Folgejahrzehnt zum Massenphänomen. Zwar bleiben sie für fast alle auf einige sozialistische Staaten begrenzt, doch rückten die Reiseziele CCSR, Polen und DDR dichter aneinander: Der Grenzübertritt wurde unbürokratischer, ähnlich wie im Westen Europas.

Der Auslandstourismus erlebte in diesen Ländern in den 1970er Jahren daher eine Blütezeit. Millionen von Polen, Ostdeutschen und Tschechoslowaken nahmen bereits im ersten Jahr des erleichterten Grenzübertritts die neuen Möglichkeiten wahr. Sie machten Tagesausflüge zu den Nachbarländern oder verbrachten ihren Urlaub dort. Damit eröffneten sich tiefere Einblicke in das Leben und die Kultur der anderen. Dies verlief nicht ohne Mühen und Reibungen. Nationale Ressentiments, die unter der Decke der politischen Freundschafts-Rhetorik  fortbestanden, mussten im Umgang von Mensch zu Mensch erst noch abgetragen werden, und ein stetes Problem blieb der limitierte Währungstausch. Er machte das Einkaufen und den Konsum in den anderen Ländern beschwerlich. Mit dem Aufkommen der Solidarność -Bewegung schlossen sich 1981 auch wieder die Grenzen nach Polen, während sie zur CSSR geöffnet blieben.

Für das Ausstellungsprojekt ist das Museum Utopie und Alltag an Ihren Erinnerungen interessiert: Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie in Polen oder der CSSR gemacht? Haben Sie Reisende aus diesen Ländern in der DDR kennengelernt? Vielleicht besitzen Sie Fotos, Fotoalben, Briefe und oder Souvenirs, an die sich Geschichten knüpfen, die Sie dem Museum berichten wollen? Bitte nehmen Sie telefonisch Kontakt auf unter 03364 /41 73 55 oder per Email unter museum@utopieundalltag.de oder unter Museum Utopie und Alltag digital.

Wir freuen uns auf Ihre Erinnerungen und Sachzeugnisse!

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