„PURe Visionen. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West“ in Halle (Saale)

Ein roter Designerstuhl aus Kunststoff, fotografiert vor weißem Hintergrund. Der Stuhl hat eine markante Z-förmige Silhouette in der Seitenansicht. Die dynamische Form besteht aus einem durchgehenden, geschwungenen Stück, das von der Rückenlehne über die integrierten Armlehnen bis zum Standfuß reicht. Der Stuhl ist aus glänzendem, rotem Polyurethan gefertigt und zeigt eine futuristische, skulpturale Formensprache. Die minimalistische Gestaltung verbindet Funktionalität mit ästhetischer Innovation. Die Aufnahme präsentiert den Stuhl in einer klaren Studiofotografie, die die markante Form des Möbelstücks betont.
Ernst Moeckl, Känguruh-Stuhl, 1968, PCK Schwedt, ab 1972, © Kunstgewerbemuseum/SKD, Foto: L. Kienzle, R. Oberhammer

Wir freuen uns, dass unsere gemeinsam mit dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (In neuem Tab öffnen) kuratierte Ausstellung „PURe Visionen. Kunststoffmöbel zwischen Ost und West“ (In neuem Tab öffnen) überregional auf Beachtung gestoßen ist und ab Mitte Juni im Stadtmuseum Halle (In neuem Tab öffnen) zu sehen sein wird.

Die Schau beleucht die im Zuge einer spannenden Transfergeschichte zwischen West und Ost entstandenen Sitzmöbel aus dem Kunststoff Polyurethan (PUR). Das „Garten-​Ei“ und der „Känguru-​Stuhl“ gelten heute als Ikonen ostdeutschen Designs. 

Die Ausstellung betrachtet die PUR-​Möbelherstellung bis in die frühen 1980er Jahre und zeigt neben Fotos, Werbung und Filmauszügen zahlreiche ikonische und bislang wenig bekannte Möbelbeispiele – entworfen in der Bundesrepublik und der DDR. Sie blickt auf designhistorische und wirtschaftspolitische Aspekte und fragt nach dem künftigen Umgang mit dem schwer recycelbaren Material Polyurethan.