Kollektion Bella Flora
Minh Duc Pham (In neuem Tab öffnen) (geb. 1991 in Bad Schlema, Erzgebirge) ist 2025 Künstlerstipendiat im Museum Utopie und Alltag.
In seinen Arbeiten verbindet Minh Duc Pham eher abstrakte Ideen zu Zeitlichkeit und gesellschaftlicher Verortung mit der Untersuchung der eigenen Identität und Herkunft. Queerness wie auch die Erfahrungen vietnamesischer Migrant:innen spielen hier eine Rolle, jedoch nicht nur. Für sein Publikum möchte er anregende Situationen schaffen, indem er alltägliche Objekte einbindet und in unerwartete Kontexte rückt. Die Gefühle und Erinnerungen, die bei der Betrachtung ausgelöst werden, können verschieden sein. Die Installation bietet die Möglichkeit, Abstand zu den eigenen Erfahrungen zu nehmen und die Dinge neu zu betrachten.
Um jenes Spannungsfeld von privat und gesellschaftlich zu kreieren, nutzt er für den Raum in Eisenhüttenstadt, neben Objekten aus dem Muse-umsdepot, das Bild des «Eisernen Vorhangs«. Ein Vorhang ist zunächst ein Einrichtungselement, um das Private vor dem Außen zu schützen und einen Rückzugsraum zu ermöglichen. Der «Eiserne Vorhang» wiederum ist ein starkes und sehr populäres Bild für die Abschottungspolitik während des Kalten Krieges, ein Inbegriff für unüberwindbare Grenzen.
Der deutsch-vietnamesische Künstler lebt heute in Berlin. Er hat bereits viele Auszeichnungen erhalten. Seine Arbeiten waren 2025 bereits im Programm der Kulturhauptstadt Chemnitz (In neuem Tab öffnen), sind noch bis 6.7. im Haus am Kleistpark (In neuem Tab öffnen) in Berlin und ab 21.6. dann in einer Einzelschau in der Kunsthalle Osnabrück (In neuem Tab öffnen) zu sehen.