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Wohnmaschine

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Martin Maleschka: Wohnmaschine, Installation, 2019, ©M. Maleschka
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Schüler:innen bei der Installation der „Wohnmaschine“, Foto: M. Maleschka
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Schüler:innen bei der Installation der „Wohnmaschine“, Foto: M. Maleschka

„Wohnmaschine“ ist eine erinnerungskulturelle, künstlerische Installation in einer Zweiraum-Plattenbauwohnung in Eisenhüttenstadt. Die Präsentation im Wohngebiet An der Holzwolle bildet eine Erweiterung der aktuellen Sonderausstellung „Alltag formen! Bauhaus-Moderne in der DDR“, die derzeit im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR zu sehen ist.

Autor von „Wohnmaschine“ ist Architekturexperte und Fotograf Martin Maleschka. Aus den Depots des Museums Utopie und Alltag hat er sich eine Vielzahl von in der DDR industriell hergestellten Objekten in den signifikanten Bauhausfarben Gelb, Blau und Rot ausgesucht, um diese in der Wohnung zu präsentieren. Maleschka arrangierte in einem #ThingsOrganisedNeatly-Design eine aus DDR-Alltagsgegenständen gelegte (Wohn-)Maschine. Die Wohnung wurde dafür in einen „white cube“ mit grauem Estrichboden verwandelt, mit Ausnahme von Küche und Bad.

Die Objekte sind funktionsunabhängig in Flur, Schlaf- und Wohnzimmer auf dem Boden angeordnet. Die mit vielfältigen Holzfurnieren ausgekleidete Küche mit Durchreiche befindet sich – angereichert durch weiße und transparente Dinge – noch in dem Zustand wie sie vom Vormieter hinterlassen wurde. Im fensterlosen Bad ist der Rohbau der Großtafelbauweise wieder sichtbar.

Der Titel der künstlerischen Installation „Wohnmaschine“ geht zurück auf ein gleichnamiges und flankierendes Projekt an der Eisenhüttenstädter Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe. Darin hat sich die Klasse 12 b unter der Leitung des Kunstlehrers Winfried Bellgardt auf vielfältige Weise mit dem Bauhaus, dem Produktdesign in der DDR und dem Ausstellungsmachen auseinandergesetzt. Im Rahmen dieses Semesterprojekts unterstützten Schülerinnen und Schüler die Entstehung von „Wohnmaschine“ tatkräftig und mit ihren Ideen. Ihre Arbeit dokumentierten sie in einem experimentellen Kurzfilm, mit dem sie sich am Schülerwettbewerb „Mein Bauhaus – Meine Moderne“ der Architektenkammer Berlin und Brandenburg beteiligen.