bis

Installation „Für immer Dein Wimpernschlag“

In einem weißen, hell ausgeleuchteten Innenraum steht ein Beamer auf einer braunen Kiste. Dieser ist von hinten zu sehnen und im Vordergrund. An der Wand ist ein Bild von einer Frau mit auffälligen Make-Up. Es ist die Projektion vom Beamer. Neben dem Bild an der Wand steht ein Tisch auf Rollen, auf der Tischplatte steht eine Glashaube.
Installationsansicht „Für immer Dein Wimpernschlag“, Foto: K.Fuchs,©MUA

Mathias Becker ist Regisseur, Puppenspieler, Drag-Performer, Musiker und Mitbegründer des Theaterkollektivs MANUFAKTOR (In neuem Tab öffnen). Geboren in Magdeburg, studierte er zeitgenössische Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit prozessorientierten, interdisziplinären Formaten und forscht zu den Themen Postkolonialismus, Erinnerung und Queerness.

Als Stipendiat im Rahmen des Programms „Sammlung kreativ“ setzt er sich mit Objekten aus dem Depot des Museum Utopie und Alltag auseinander und untersucht sie auf queere Lesarten. Die Recherchephase des Projekts wurde unterstützt durch den Landkreis Oder-Spree.

Als Zwischenergebnis seiner kontinuierlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Travestie in der ehemaligen DDR zeigt er im Museum Utopie und Alltag die Installation „Für immer Dein Wimpernschlag“. Die Arbeit befragt spekulativ Objekte aus dem Depot des Museums. Gab es in Eisenhüttenstadt Formen der Travestie? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? In der Mixed-Media-Installation vermischen sich historische Spuren mit Stimmen von heute. Zu sehen ist die Installation von 1. Juni bis zum 29. September 2024.