Online-Ausstellung zu „Bogensee“

Düsteres expressionistisches Gemälde einer Gesellschaftsszene. Vier Personen sitzen an einem mit rotem Samt bezogenen Tisch: ein Mann in Schwarz mit Pistole, zwei Figuren in Rosa/Pink, und ein uniformierter Mann. Im Vordergrund Spielkarten, der Hintergrund zeigt abstrakte gelbe Ornamente. Das Werk ist in einem kritisch-satirischen Stil gehalten, der die Dekadenz der dargestellten Szene unterstreicht.
Detail: Kostas Sissis: Spanien ’36, 1985, Foto: Th. Kläber, © Kostas Sissis

Die Online-Ausstellung „Bogensee. Eine historische Ortsbegehung“ öffnet geschlossene Türen.

www.bogensee-geschichte.de (In neuem Tab öffnen)

Podcast zur Ausstellung:
https://bogensee.podigee.io (In neuem Tab öffnen)

Nördlich von Berlin, am Bogensee bei Wandlitz, lassen sich mitten im Wald gleich mehrere imposante Gebäude entdecken. Doch die Türen sind verriegelt. Langsam erobert sich die Natur das Gelände zurück. Dabei konzentriert sich hier die Geschichte des 20. Jahrhunderts …

… wie in einem Brennglas. Im „Waldhof“ residierte ab Ende der 1930er-Jahre Propagandaminister Goebbels. Nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete die FDJ dort eine eigene Hochschule. Das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (In neuem Tab öffnen) (ZZF) informiert mit einer Online-Ausstellung (In neuem Tab öffnen) über die Geschichte des Areals und erlaubt auch einen Blick hinter verriegelte Türen. Ein Kapitel ist der Kunst gewidmet, die dort zur Ausstattung gehörte. Alle mobilen Werke sind heute Teil des Beeskower Bestands Kunst aus der DDR. Das Museum Utopie und Alltag freut sich, dieses Projekt mit Wissen und Abbildungen unterstützen zu können. Für alle Nutzerinnen und Nutzer ist es eine tolle Gelegenheit, Arbeiten aus Beeskow zu entdecken und den Kontext ihrer Entstehung zu erfahren. In Beeskow wiederum können die Originale, wie das große Wandbild „Spanien ’36“ von Kostas Sissis, gesehen werden. Öffentliche Führungen finden regelmäßig sonntags statt.