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Umbruch, Abbruch, Aufbruch. Unser Umgang mit dem Wandel

Fotoausstellung in der Aula der Gesamtschule 3 - mehrere Fotografien sind mit Wäscheklammern an einer Leine aufgehängt, im Hintergrund läuft eine Präsentation auf einer Projektionsfläche. Die ausgestellten Fotos zeigen verschiedene Perspektiven und Motive der Industrieschornsteine von Eisenhüttenstadt.
Präsentation der Ergebnisse in der Gesamtschule 3, Eisenhüttenstadt, Foto: Bernd Geller

Bereits 2020 – im 30. Jahr nach dem gesellschaftlichen Umbruch und der Wiedervereinigung von 1989/ 1990 – wollten künstlerisch ambitionierte Jugendliche im Kunstarchiv Beeskow zusammentreffen, um sich mit dem Motto „Umbruch, Abbruch, Aufbruch. Unser Umgang mit dem Wandel“ auseinander-zusetzen. Coronabedingt wurde die Sommerschule 2020 abgesagt und in das Jahr 2021 verlegt. In den Wochen vor und nach den diesjährigen Sommerferien haben die Schülerinnen und Schüler des Rouanet-Gymnasiums Beeskow sowie der Eisenhüttenstädter Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe das Thema trotz anhaltender COVID-19-Pandemie erneut aufgegriffen. Im 30. Jahr nach dem gesellschaftlichen Umbruch und der Wiedervereinigung von 1989/ 1990 haben die diesjährigen Sommerschülerinnen und -schüler gemeinsam ausgelotet, wie gesellschaftlicher Wandel in der Kunst zum Ausdruck kommt. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde Fortschritt mit rauchenden Schloten und glänzenden Überlandrohren gleichgesetzt; heute geht es um umweltverträgliche, Ressourcen sparende Technologien, die die Beherrschung der Natur durch den Menschen um jeden Preis obsolet erscheinen lassen. Gerade die überlieferte Kunst aus der DDR ist ein Zeugnis dafür, dass Moderne und Modernität einst ganz anders verstanden wurden. Darüber hinaus wurde die Beeskower Kunstsammlung selbst zum Symbol für einen gesellschaftlichen Umbruch und sensibilisiert dafür, ebenjene „Wenden“ im Lauf der Geschichte im kollektiven Gedächtnis zu behalten – nicht zuletzt, um daraus zu lernen.

Zugleich muss sich die junge Generation mit ihren Erfahrungen Gehör verschaffen können. Wiederum ist die Kunst ein Weg, um aktiv Einfluss auf Veränderungen zu nehmen. In der Malerei, Fotografie, Installationskunst und im Tanz haben die Sommerschüler:innen ganz unterschiedliche Ausdrucksformen gefunden. Hinterfragt wurden dabei nicht allein alte und neue Symbole des Fortschritts, sondern auch ganz aktuelle Probleme wie die Verschwendung von Ressourcen, die zugleich die Umwelt belastet. Vor allem aber ist es die Energie-Wende, die Jugendliche als gesamtgesellschaftlichen Auftrag verstanden sehen wollen.  Neue Wege der Erzeugung und des Verbrauchs von Energie zu gehen, erleben sie als einen Umbruch, an dem sie selbst teilhaben.