Arbeitseinsatz auf dem Platz der Jugend, 1. Mai 2023
Unter dem Motto „Auf den Platz, fertig, los!“ wurde der ins Abseits geratene, zugleich aber stadtplanerisch und baukulturell attraktive Stadtraum rund um den Platz der Jugend von Mai bis August 2023 zum Schauplatz zahlreicher kultureller Aktionen und Interventionen. Zum Startschuss am 1. Mai befreiten rund 300 Einwohner*innen bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz den Ort von Pflanzen und Unrat, um buchstäblich Platz zu schaffen für die kommenden Aktionen.
Gemeinsam mit einer Vielzahl an Partner:innen und insbesondere mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen entstand in jenen Monaten ein urbaner Begegnungsraum, von dem aus innovative Ideen in die gesamte Stadt ausstrahlten.
Der Platz der Jugend bildet das Zentrum des V. Wohnkomplexes der ersten „sozialistischen Planstadt Deutschlands“, die ab den 1950er Jahren erbaut und Ausdruck einer vergangenen gesellschaftlichen Vision ist. In den 1960er Jahren im Stil der Moderne errichtet, liegen im Zuge der Stadtschrumpfung die Gebäude im Umfeld des Platzes – Schule, Gaststätte und Einkaufspassage – seit vielen Jahren brach. Durch Vandalismus sind unter Denkmalschutz stehende Bauten und baubezogene Kunst zerstört worden. Teilweise unklare Eigentumsverhältnisse blockieren Zugriff und Entwicklung.
Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative vom Museum Utopie und Alltag, dem Zentrum für Kunst und Urbanistik (ZK/U) und dem Architekten Martin Maleschka. „Auf den Platz, fertig, los!“ fand im Rahmen des Themenjahres Baukultur leben – Kulturland Brandenburg 2023statt.