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Spurensuche – Eine Grafikmappe mit künstlerischen Positionen aus dem Jahr 1990

Schwarz-weiß Fotocollage mit vertikalen Streifen, die ein Porträt von Johannes R. Becher fragmentarisch darstellen, nummeriert 77/125 und signiert von 1970
Ingo Arnold o.-T. Porträt Johannes R. Becher, 1990, Offset-Druck, Museum Utopie und Alltag, Bestand Beeskow, Foto: Armin Herrmann

„Spurensuche“ sollte der Titel einer Grafikmappe lauten, die der Kulturbund der DDR zum 100. Geburtstag des Dichters und Kulturpolitikers Johannes R. Becher (1891-1958) herausgeben wollte. Sie blieb unveröffentlicht, die Gesamtauflage liegt heute im Beeskower Depot des Museum Utopie und Alltag. Die Werke werden nun in der URANIA Potsdam präsentiert.

Die Zerrissenheit Bechers zwischen künstlerischem Selbstverständnis und politischer Funktion bot den beteiligten Kunstschaffenden in der Umbruchszeit 1989/90 eine Möglichkeit, das eigene Bestehen zwischen Auflösung und Neuorientierung zu reflektieren. Vor diesem Hintergrund entstanden Blätter von poetischer Kraft und kritischem Zynismus.
 
Mit Werken u.a. von Ingo Arnold, Kurt Buchwald, Ulrich Hachulla, Christine Perthen, Uwe Pfeifer, Ursula Strozynski und Ulrich Wüst.


Ort
URANIA „Wilhelm Forster“ Potsdam e.V.
Gutenbergstraße 71/72, 14467 Potsdam
Eintritt frei