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Leihgabe im DAS MINSK – Das Kunsthaus in Potsdam

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Gisela Kurkhaus-Müller, o.T. (Berlin – Hauptstadt der DDR/Marzahn), 1982, Farb-Offset-Lithografie, Foto: T. Kläber, MUA Bestand Beeskow, © Gisela Kurkhaus-Müller

Die Ausstellung „Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau“ (In neuem Tab öffnen) eröffnet neue Perspektiven auf ein Bau- und Lebensmodell, das bis heute nachwirkt. Ursprünglich war der Plattenbau das Herzstück der DDR-Sozialpolitik, ein Ort der Vergesellschaftung und ein Symbol für den realsozialistischen Fortschritt – bis 1990. Nach dem Ende der DDR wurde er zum Schauplatz schmerzhafter Transformationen und zum Sinnbild für sozialen Niedergang und rassistische Gewalt. Als moderne Ruinen warteten die Gebäude auf ihren Abriss, wurden saniert oder umgebaut. Der Plattenbau ist nie zum Denkmal geworden, sondern gelebte Gegenwart geblieben. Er ist ein DDR-Erinnerungsort, an dem das Wohnen weitergeht.

Als Leihgabe aus dem Beeskower Kunstbestand ist die Farb-Offset-Lithografie von Gisela Kurkhaus-Müller “ o.T. (Berlin – Hauptstadt der DDR / Marzahn)“ aus dem Jahr 1982 in der Ausstellung vertreten.