Die Nachkriegsmoderne in ihren unterschiedlichen und teils gegensätzlichen Spielarten steht seit einiger Zeit im Fokus der Forschung, der Denkmalpflege und einer kulturhistorisch interessierten Öffentlichkeit. Jüngst noch einmal gewachsen ist das Interesse an der Architektur, den Städtebau und die baugebundene Kunst ehemaliger sozialistischer Staaten. Neben die weiterhin notwendige Auseinandersetzung mit den politischen Bedingungsfaktoren tritt eine neue Sensibilität für ihre spezifischen sozialen und gestalterischen Qualitäten. Diese bilden sich in städtebaulichen Ensembles wie Eisenhüttenstadt oder ähnlichen Planstädten Ost- und Ostmitteleuropas in besonderer Dichte ab. Heute gelten letztere daher als herausragende baukulturelle und zeitgeschichtliche Zeugnisse.

Programm
9 – 9:30 Uhr: Registrierung

9:30 – 10 Uhr: Begrüßung
Rolf Lindemann, Landrat des Landkreises Oder-Spree
Frank Balzer, Bürgermeister der Stadt Eisenhüttenstadt
Prof. Dr. Thomas Drachenberg, Landes-konservator, BLDAM
Florentine Nadolni, Leiterin Museum Utopie und Alltag

10 – 11:30 Uh: Panel I – Architektur, Städtebau und baubezogene Kunst der DDR im Wandel der Bewertungen
Dr. Christine Onnen, BLDAM, Dezernatsleiterin für Inventarisation und Dokumentation: Architektur, Städtebau und baubezogene Kunst der DDR-Zeit in Brandenburg
Dr. Christoph Rauhut, Berliner Landeskonservator: Zum Umgang mit dem Bauerbe der DDR in Berlin
Kirsten Angermann, Bauhaus-Universität Weimar: Eisenhüttenstadt als Denkmal gestern – heute – morgen

11:30 – 12:30 Uhr: Mittagspause

12:30 – 14 Uhr: Panel II – Sharing Heritage – Bauerbe ‚sozialistischer Städte‘ in zivilgesellschaftlicher und internationaler Perspektive
Barbara Anna Bernsmeier, ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik, Berlin: Lokale Identität und Architekturerbe – zivilgesellschaftliche Initiativen zu Bewusstsein und Erhalt sowjetischer Spuren im Stadtraum. Beispiele aus der Ukraine und Russland.
Prof. Dr. Jörg Haspel, Präsident des deutschen Nationalkomitees von ICOMOS e.V., Landeskonservator a.D: Unschön, unbequem, unverzichtbar? Serienarchitektur als Kulturelles Erbe und als ökologische Ressour
Dr. Mikhail Ilchenko, Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig: Spaces of Utopia: Historical and Cultural Transformations of Socialist Cities

14 – 14:30 Uhr: Kaffeepause

14:30 – 16 Uhr: Panel III – Auf dem Weg zum internationalen Kulturerbe?
Friederike Hansell, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Referentin für Welterbe: Beispiele, Potentiale und Prozess
Dr. Thomas Flierl, Vorstandsvorsitzender der Hermann-Henselmann-Stiftung in Berlin: Berlin Ost West: Der Weltkulturerbe-Antrag Karl-Marx-Allee & Interbau 1957
Dr. Britta Rudolff, BTU Cottbus-Senftenberg, Cultural Heritage Centre: Eisenhüttenstadt als denkbarer Weltkulturerbe-Kandidat?

16 – 16:45 Uhr: Schlussdiskussion / Auswertungsrunde

Alle Informationen finden Sie auch in dem Tagungsflyer zum Download.

Wichtige Information:
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und audiovisuell zugänglich gemacht. Durch Ihre Teilnahme erklären Sie sich unwiderruflich mit der unentgeltlichen Verwendung Ihres Bildnisses und Ihrer Stimme einverstanden.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet).

Begrenztes Platzangebot. Verbindliche Voranmeldung erforderlich: axel.drieschner@l-os.de

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