Das Überschreiten der Genres ist Zerbes Markenzeichen. In seinen Kompositionen verarbeitet er musikalische Einflüsse von Gil Evans bis Dimitri Schostakowitsch, als Pianist improvisiert er über Lyrik von Gottfried Benn bis zu Kurt Schwitters. Der Collage als ästhetischem Konzept ist Zerbe also zutiefst verbunden.

Nun präsentiert Zerbe eine über fünf Minuten lange kammermusikalische Skizze unter dem Motto: Brummkreisel trifft mechanische Schreibmaschine und Anverwandte. Dass das Stelldichein harmonisch verläuft, garantiert die ordnende Hand des Komponisten.

Es treten unter anderem auf: Locher, Wecker, Patent-Aschenbecher, Mitropa-Kännchen, Teekessel, Transistorradio, Bohrmaschine, Omega-Staubsauger und nicht zu vergessen: diverse Spielzeuginstrumente. Was dabei herauskommt? Ein beschwingtes Crossover durch die Sammlungsgruppen des Dokumentationszentrums. Aber hören Sie selbst.

Schliessen