Im Zusammenhang mit dem Wechsel der Trägerschaft und der Leitung des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR wurde 2012/13 zum einen über die künftige Rolle des Dokumentationszentrums innerhalb der Museumslandschaft Brandenburgs und Berlins diskutiert, zum anderen sollte das Museums- und Sammlungskonzept überarbeitet werden. Als wichtige Voraussetzung dafür entstand bis Ende 2013 ein durch den Bund gefördertes Gutachten über den aktuellen Zustand der Sammlung. Außerdem wurden Empfehlungen für deren zukünftige Pflege gegeben.

Folgende Zitate stammen aus diesem Gutachten:

„Das Dokumentationszentrum verstand sich als partizipatives Museum: Gesammelt wurde, was die Spender als sammelnswert empfanden. Damit setzte es sich deutlich von Museen ab, die von sich aus nach Objekten suchen, um bestimmte Intentionen zu belegen bzw. bestimmte thematische Bereiche gezielt abzudecken.“

„Das Dokumentationszentrum besitzt aus allen Phasen der DDR eine große Anzahl von Objekten. Das ist eine Besonderheit, denn gerade Objekte aus den ersten zwei Jahrzehnten der DDR sind in musealen Sammlungen kaum in dieser Breite vertreten. Gerade was den Bereich der Dinge aus Plastik anbelangt, ist die Sammlung einzigartig.“

„Für den Bereich der privaten Lebenswelt in der DDR zeigt die Sammlung eine große Dichte. Besonders reichlich ist der Bestand an elektrischen und elektronischen Geräten aus allen Phasen der DDR. Viele dieser Dinge gehörten zu jenen, die Anfang der 1990er Jahre als erste entsorgt wurden, weil sich die Bürger mit den moderneren Westgeräten versorgten.“

„Auf die problematische Depotsituation wurde in den Jahresberichten von Seiten der Leitung des Dokumentationszentrums wiederholt hingewiesen, sowohl was die Menge der Depots, ihre mangelhafte Eignung (baulich, räumlich, klimatisch) als auch die für eine museale Sammlung äußerst ungünstige hohe Anzahl der Depotumzüge betrifft.“

>> Vollständige Sammlungsbewertung als PDF

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