Im Rahmen der Sonderausstellung „Masse und Klasse. Gebrauchsgrafik in der DDR“ laden wir Sie herzlich ein zu einer Veranstaltung unter dem traditions­reichen Motto: LYRIK – JAZZ – PROSA. Hierzu wird exklusiv ein schon seit vielen Jahren verschlossener Ort zugänglich gemacht, das alte Krippengebäude Erich-Weinert-Allee 4, direkt neben dem Dokumentationszentrum. Mit seiner unverfälschten Patina bietet es einen besonderen Rahmen für diesen musikalisch-literarischen Abend.

Die Schauspielerin Heide Bartholomäus, die Saxofonistin Silke Eberhard und der Pianist Hannes Zerbe bringen moderne Jazzklänge in einen Dialog mit teils gesprochenen, teils gesungenen Texten. Die Idee zu dieser Kombination geht zurück auf die vom Verlag Volk & Welt 1963 begründete und in der DDR äußerst beliebte Veranstaltungsreihe „Jazz und Lyrik“, später „Lyrik, Jazz, Prosa“. Damals erreichten die Veranstaltungen und die gleich­namigen Schallplatten mit den Interpreten Manfred Krug, Eberhard Esche und Gerd E. Schäfer sowie den Jazzoptimisten Berlin Kultstatus.

Heide Bartholomäus arbeitete seit 1980 an verschiedenen Theatern im Fest­engagement oder als Gast, zuletzt war sie von 2011 bis zum Sommer 2017 Mitglied des Ensembles am Staatstheater Cottbus. Sie hat in 24 Jahren als Freiberuflerin auch viele Filme synchronisiert, arbeitete bei Rundfunk und Film, so auch derzeit wieder.

Silke Eberhard, Berliner Saxophonistin, Klarinettistin und Komponistin, ist seit 1995 mit vielen Projekten im Jazz, improvisierter Musik sowie interdisziplinären Projekten aktiv. Neben eigenen Ensembles wie dem Silke Eberhard Trio (mit Jan Roder und Kay Lübke) sowie Potsa Lotsa (plus), mit dem sie das Werk Eric Dolphys interpretiert, ist sie Mitglied zahlreicher, auch internationaler Formationen.

Hannes Zerbe, „Altmeister des gemäßigt freien Jazzpianos der DDR“, spielte in zahlreichen namhaften Formationen, darunter kleinere Gruppierungen wie FEZ und Osiris sowie größere Projekte wie die Hannes Zerbe Blechband (1979 – 1994). Seit 1994 arbeitet er mit dem Jazzorchester Prokopäz, seit 2011 außerdem mit dem Hannes Zerbe Jazz Orchester Berlin, wo er ebenfalls fast alle Titel selbst komponiert und arrangiert. Daneben tritt er in kleinen Besetzungen und als Solist auf.

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