Es war Sommer 2022 als das Künstlerinnenkollektiv U5 auf Einladung der Kuratorinnen Helene Romakin und Lea Schleiffenbaum das Depot des Museum Utopie und Alltag kennenlernten. In „Der Reiniger, die Katze und der Mond“ durchmischt U5 Objekte aus dem Bestand des Museums mit Miniaturen, Skulpturen, Keramiken und Alltagsgegenständen aus dem eigenen Atelier. Dabei arbeiten die Künstlerinnen bewusst fern von großen historischen Aufarbeitungen und legen ihr Augenmerk stattdessen auf alltägliche Anekdoten, persönliche Erinnerungen und jugendliche Sehnsüchte.

Am Sonntag, den 17. März um 14 Uhr laden die Kuratorinnen Helene Romakin und Lea Schleiffenbaum ein, diesem Prozess nachzuspüren. Bei einem Gang durch die Ausstellung geben sie Einblicke in den Kosmos U5 und den Bestand des Museum Utopie und Alltag.

Helene Romakin ist promovierte Kulturwissenschaftlerin, freie Kuratorin und Autorin. Sie ist Mitbegründerin und Kuratorin mehrerer kollaborativer zeitgenössischer Kunstprojekte wie LET THERE BE_ in Berlin und ~ tilde in Zürich. Zurzeit unterrichtet sie an der Universität Potsdam sowie Universität Zürich zur künstlerischen Forschung und Anthropozän. www.heleneromakin.com

Lea Schleiffenbaum ist Kunsthistorikerin und freie Kuratorin. Mit einem Fokus auf Projekte im öffentlichen Raum beschäftigt sie sich mit kollaborativen Prozessen, sowie der Formulierung individueller und kollektiver Bedürfnisse und deren Spiegelung in der zeitgenössischen Kunst. Als Mediatorin für die Gesellschaft der Neuen Auftraggeber setzt sie Projekte im öffentlichen Raum um, zuletzt mit Sasha Waltz in Marl und Sol Calero in Schwarzheide, Niederlausitz.

U5 ist ein Künstlerinnenkollektiv, das 2007 gegründet wurde. Die künstlerische Arbeit von U5 ist vielfältig, Medien und Materialien werden nach Interesse und Dringlichkeit gewählt. Die Anhäufung von digitalen und analogen Materialien ist ein wichtiger Bestandteil des künstlerischen Ansatzes, Ballast und Fundgrube zugleich. U5 beschäftigt sich mit Eigenschaften kollektiver Handlungs- und Wahrnehmungsweisen in der künstlerischen Produktion, in Ausstellungen sowie in wissenschaftlichen Projekten.

 

Der Reiniger, die Katze und der Mond ist eine Fortsetzung der Ausstellung I love Clark, die Anfang des Jahres im Brandenburgischen Kunstverein Potsdam gezeigt wurde. Die Ausstellung entstand mit Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und der GeWi – Gebäudewirtschaft Eisenhüttenstadt GmbH.

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