Das Projekt Knowledgescapes of Urban Utopias reflektiert über utopische Narrative und Transformationsmuster zweier monofunktionaler Städte (Eisenhüttenstadt/Visaginas) und der dazugehörigen Regionen. Diese von der Schwerindustrie (Stahl, Kernenergie) geprägten und von ihr abhängigen Städte haben spezifische sozioökonomische Landschaften entwickelt, die durch Migration, Arbeitskämpfe und begrenzten Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen gekennzeichnet sind. Diese Randlage bringt jedoch interessante kulturelle Akteure hervor: lokale Botschafter des Wandels, die beschlossen haben, die Utopien der Pioniergeneration, die die Stadt geprägt hat, neu zu denken. Das Projekt stärkt diese Akteure und die Zusammenarbeit zwischen ihnen, indem es lokales Engagement unterstützt und insbesondere die Rolle und Bedeutung von Museen erweitert denkt.

 

Nach dem Besuch litauischer Kulturakteure im Frühjahr 2022, bei dem im denkmalgeschützten Eisenhüttenstädter Lehrschwimmbecken ersten Ideen für die Zukunft des Platzes der Jugend gesammelt wurden sowie nach einem Besuch vom Museum Utopie und Alltag im litauischen Visaginas, wo ein Auftaktevent für ein neues Museum in der Atomstadt gestaltet wurde, folgt nun die gemeinsame Abschlusspräsentation im Eisenhüttenstädter Museum Utopie und Alltag. Die Abschlusspräsentation soll zugleich Impuls für eine weiterführende Ideensuche für ein Projekt am Platz der Jugend im Sommer 2023 sein.

 

Knowledgescapes of Urban Utopias wird realisiert vom Zentrum für Kunst und Urbanistik ZK/U Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Museum für Utopie und Alltag (Eisenhüttenstadt), dem Laboratory of Critical Urbanism (Vilnius) und dem Visaginas Museum (Visaginas).
Das Projekt ist Teil des Programms Culture of Solidarity und wird gefördert von der European Cultural Foundation und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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