1989 gehörte Polarforscher Conrad Kopsch zum Team der vorletzten Antarktisexpedition der DDR. Für ihn die zweite Expedition auf der Georg-Forster-Station der DDR, deren international anerkannte Forschungsdaten den Nachweis über die zeitliche und vertikale Ausdehnung des Ozonlochs lieferte.
 
Als Entwicklungsingenieur für wissenschaftliche Messgeräte war Conrad Kopsch nach der Wende beim Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Potsdam tätig. Insgesamt nahm er an 46 Expeditionen teil, wobei sein Schwerpunkt in der Geophysik (Geomagnetik und Seismik) lag. Seine letzten Fahrten vor Renteneintritt unternahm er mit den Forschungsschiffen „Polarstern“, FS.„Sonne“, FS. “Heincke“ und der „Polar Queen“.
 

Anlass des Vortrags ist die Sonderausstellung Der Reiniger, die Katze und der Mond des Künstlerinnenkollektivs U5 im Museum Utopie und Alltag. Bei einem Depotbesuch entdeckten die Macherinnen eine Schachtel mit Dias der letzten DDR-Antarktis-Expedition, die just 1989 begann und für die Forschenden erst 1991 endete. Diese inspirierte die Künstlerinnen zu einer Videoarbeit, einer Installation und zahlreichen Miniaturen.
 

Ort
Museum Utopie und Alltag
Erich-Weinert-Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt

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