2021 Das Museum Utopie und Alltag. Alltagskultur und Kunst in der DDR vereint die zwei Einrichtungen Kunstarchiv Beeskow und Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR unter seinem Dach.

Seit 2016 wird das Dokumentationszentrum vom Landkreis Oder-Spree getragen und vom Land Brandenburg finanziell gefördert.

2012 endete nach der Streichung des kommunalen Zuschusses die Vereinsträgerschaft des Dokumentationszentrums. Von 2013 bis 2015 wurde es nochmals als Abteilung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt fortgeführt.

Im Jahr 2001 wurde die erste Dauerausstellung – „Leben in der DDR“ – eröffnet. Ihr folgte 2012 eine neue permanente Ausstellung – „Alltag: DDR“. Ermöglicht wurde diese durch die Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

1999 ging das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in die gemeinnützige Trägerschaft eines gleichnamigen Vereins über. Für den Betrieb stellten vor allem die Stadt Eisenhüttenstadt, der Landkreis Oder-Spree und das Land Brandenburg Fördermittel bereit.

1996 traf die Stadtverordnetenversammlung von Eisenhüttenstadt die Grundsatzentscheidung zum weiteren Aufbau des Dokumentationszentrums. Im selben Jahr wurden Fördermittel der Europäische Union sowie des Landes Brandenburg zur denkmalgerechten Sanierung des Museumsgebäudes bewilligt, die 1998/99 durchgeführt werden konnte.

1994 fand das Dokumentationszentrum sein Domizil in einer historischen Kinderkrippe im II. Wohnkomplex. Im November 1995 konnte es dort seine erste Sonderausstellung – „Tempolinsen und P 2“ – eröffnen, die anschließend als Wanderausstellung gezeigt wurde. Sie erzielte hohe Aufmerksamkeit und etablierte das Dokumentationszentrum als Fachmuseum der DDR-Alltagskultur in der breiten Öffentlichkeit wie der Fachwelt.

1992 entstand die Idee, am Standort der 1950/51 gegründeten Planstadt Eisenhüttenstadt ein Museum zur DDR-Alltagskultur zu etablieren. Auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung begann 1993 sein Aufbau, zunächst als Abteilung des Städtischen Museums Eisenhüttenstadt. Im selben Jahr wurde der Historiker Andreas Ludwig als Leiter des städtischen Museumsverbundes berufen und mit der Bildung einer Sammlung zur DDR-Alltagskultur beauftragt. Der Bestandserwerb für diese Sammlung erfolgte partizipativ, basierend auf den Entscheidungen der privaten und institutionellen Schenker, unter weitgehendem Verzicht auf vorgegebene kuratorische Aufnahmekriterien.

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