Eisenhüttenstadt, in den 1950er Jahren gebaut, war als sozialistische Planstadt eine Stadt der Zukunft. Ein Versprechen. Neu, Frisch, Jung. Ein Ort mit besseren Lebensbedingungen. Mehr Grün, mehr Platz, bessere Versorgung. Viele Kneipen, viel junges Leben.

Heute ist Eisenhüttenstadt keine Stadt der Zukunft, sondern das größte Flächendenkmal in Deutschland. Eine schrumpfende Stadt; ein Museum, wenn man so will, kein Modell mehr.

Die Idealstadt steht für die Idee einer idealen Gesellschaft, für die Idee eines durchdachten gesellschaftlichen Organismus. Ist eine solche Vorstellung ein Ansatz, über die Gegenwart und ihre Herausforderungen nachzudenken? Und ist Eisenhüttenstadt ein geeigneter Ort für eine solche Diskussion? Lässt sich im Umfeld der ehemaligen Modellstadt eine grundsätzliche Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Gesellschaft stellen?

Das Symposion richtet sich vor allem auf das Gespräch mit Künstlern und Wissenschaftlern zum Konzept einer Modellstadt und ihrer möglichen Bedeutung im sozialen, gesellschaftlichen,  städtebaulichen Entwerfen heute – vor dem Hintergrund einer Diskussion mit und zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, von der Aufbaugeneration bis zur Jugend, zu Leben und Perspektive in der ehemaligen Planstadt. Um im Wechselspiel von Fiktion und Realität neue Perspektive auf die Stadt und ihre Zukunft zu versuchen.

In einer Ausstellung in der ehemaligen Wochenkrippe (Erich-Weinert-Allee, Samstag und Sonntags geöffnet vom 6.9. – 4.10.20, Eröffnung am 4.9.2020, 18.30 Uhr) und in einer Konferenz am 5.9.2020 (Friedrich-Wolf-Theater, 9.30 – 17.00 Uhr) stellen zwölf KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, ein Philosoph und eine Autorin in der Stadt und für die Stadt entwickelte Projekte und Perspektiven vor.

Anmeldungen über kvneuzelle@kvneuzelle.de
oder unter 0172 / 89 43 208
weitere Informationen unter www.kvneuzelle.de

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