Einige Initiativen bemühten sich – letztendlich erfolglos – um eine endgültige Entfernung der Gräber mit dem Hinweis, dass es sich um sowjetische Machtsymbole handele. Der rote Stern, die rote Fahne, Hammer und Sichel sowie weitere typische Gestaltungselemente der Grabstätten wurden von diesen Initiativen ohne Berücksichtigung des historischen Entstehungskontextes abgelehnt. Demgegenüber wurden auch von russischer Seite Bemühungen akzeptiert, öffentliche Plätze in Ortskernen wieder nutzbar zu machen.

Zitiert nach: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V. / Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst / Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. / Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas / Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) / Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (Hrsg., Unbekannte Mahnmale in unsrer Nachbarschaft. Grabstätten sowjetischer Kriegsopfer in Deutschland, Berlin 2016, hier  S. 12.)

 

Zur Person:

Dr. Jörg Morré, geboren 1964, Studium der Geschichtswissenschaften, Russistik und Erziehungswissenschaften an der FU Berlin und der Universität Hamburg; anschließend Referendariat; Promotion in osteuropäischer Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum; 1996-2008 wiss. Mitarbeiter an den Gedenkstätten Sachsenhausen und Bautzen, seit 2009 Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst

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