In der Kulturpolitik der DDR wurden in den fünfziger Jahren die Volkskunsttraditionen als „nationale Volkskultur“ aufgewertet und als Breitenkultur zur Bildung und Erziehung eines sozialistischen Menschen staatlich gefördert. Die damit verbundene politische Ideologisierung der Volkskunst wird von der Autorin als eine Praxis der Aushandlung und Interaktion auf der mittleren kulturpolitischen Ebene betrachtet. Die in der Studie dargestellten Konflikte zwischen den kulturpolitischen Programmen einerseits und den lokalen Traditionen andererseits veranschaulichen die vielfältigen Nutzungen der Volkskunst in der frühen DDR.

Moderation: Dr. Angelika Weißbach (Kunstarchiv Beeskow)

Schloss Biesdorf
Alt Biesdorf 55
12683 Berlin
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