Das Projekt entkernt fiktiv eine Wohnung in der Poststraße 54a in Eisenhüttenstadt, es ergeben sich große Räume im Raster von 6×6 Metern.
Einen ersten Anhaltspunkt für die Möblierung gibt das Wohnraumexperiment von Rudolf Horn in Rostock aus dem Jahr 1968 und das modulare Montagemöbel des Möbelprogramm Deutsche Werkstätten (MDW): In einem für die DDR einzigartigen Konzept wurden partizipativ mit 80 Familien flexible Wohngrundrisse entwickelt und neugebaute Plattenbauwohnungen eingerichtet.
Das Konzept wird im Unterricht neu aufgegriffen und in Teilen wiederholt. Es entstehen Grundrisse, später Ansichten und Modelle. Die von den Schülerinnen entworfenen Möbel erfüllen mehrere Funktionen, sie lassen sich flexibel zu unterschiedlichen Räumen öffnen: Was gehört Dir, was mir? Raumgrenzen verschwimmen, die Wohnungen passen sich dem Tagesrhythmus an, Sie können so auch mit der Familie „wachsen“.

Projektzeitraum: Zweites Schulhalbjahr 2022/23

Stadtspaziergänge
1. Herr Reh (Bereichsleiter Stadtentwicklung EshSt) – Besichtigung der Plattenbauwohnung Poststrasse 54a, Eisenhüttenstadt. Einblick in die Historie der Wohngrundrisse des Plattenbaus der DDR mit Plänen aus dem Stadtarchiv.
2. Herr Drieschner (Kurator, Museums Utopie und Alltag) – Besichtigung des Möbeldepots, Möbelbau aus den 1950er 60er und 70er Jahren.
3. Herr Hartrampf, Frau Lemke (Gebäudewirtschaft) – Besichtigung und Konzeptvorstellung für eine Wohnung im WK 3, die im Zeitschnitt der 1950er Jahre eingerichtet werden soll. Bereitstellung der Wohnung, Poststraße 54a, Eisenhüttenstadt
4. Herr Unger: Stadtführung WK1-4

Projektbeteiligte:
Markus Tauber, mata Architekten
Thomas Peters, mata Architekten
Ute Eger, Kunstlehrerin
Jana Hiemer, Kunstlehrerin
Mascha Kleinschmidt-Bräutigam, fachliche Begleitung BbgAK
Sabine Thürigen, fachliche Begleitung Architektur BbgAK

Das Stadtentdecker-Projekt ist ein Vermittlungs- und Partizipationsprojekt in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, Pädagoginnen und Pädagogen, Architektinnen und Architekten.
Unterstützt wird das Projekt vom Museum Utopie und Alltag – Alltagskultur und Kunst aus der DDR (Eisenhüttenstadt/Beeskow).
Ein Projekt der Brandenburgischen Architektenkammer (BA), gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), unterstützt durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS).

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