Die Inhalte werden über Biografien, Orte und Themen vermittelt. Je nach Interesse können sich User*innen also örtlich (beispielsweise über eine Gedenkstätte in ihrer Nähe), persönlich (über eine Lebensgeschichte, derzeit stehen sechs Männer und zwei Frauen zur Auswahl) oder thematisch nähern (erste, grundsätzliche Informationen zu diesem NS-Verbrechen hält ein gezeichneter Erklärfilm bereit). Verlinkungen zwischen den einzelnen Texten ermöglichen ein entdeckendes Lernen – im eigenen Tempo und je nach Interesse.

Die Ausstellung kann im Geschichtsunterricht oder als Vorbereitung auf eine Gedenkstättenfahrt genutzt werden. Dafür wurden drei Unterrichtsvorschläge erarbeitet. Die Programmierung der Webseite erlaubt eine barrierefreie Nutzung auch mit dem Smartphone.

Mit der Präsentation am 11. September 2020 in Eisenhüttenstadt wird erstmals der Zugang zu den deutschsprachigen Inhalten für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Die russische Übersetzung wird noch etwa zwei Monate in Anspruch nehmen. Bis zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion im kommenden Jahr sollen die Inhalte vor allem um weitere (historische) Orte in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen ergänzt werden.

Die Gestaltung der Webseite und des Intro-Films stammt von dem Illustrator und Grafik-Designer Sylvain Mazas. Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft unterstützt.

Zur Person

Studium der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte, Geschichte und Politischen Wissenschaften, Promotion über Shoah-Literatur, zwischen 2005 und 2015 Referentin bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und wiss. Mitarbeiterin des Zeitzeugenprojekts „Sprechen trotz allem“, freie Mitarbeit bei div. Projekten der Deutschen Kinemathek zum Thema „Filmexil“, seit 2015 wiss. Mitarbeiterin der Bildungsabteilung in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz, dort u.a. verantwortlich für die Veranstaltungsreihe „Shoah und Film“ sowie die Sonderausstellung „Bibliotheken im Nationalsozialismus“

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