Die Kunstwerke der Ausstellung stehen stellvertretend für eine thematische Kunst, die große Formate und eine expressive Malweise, Verfremdungen und räumliche Inszenierungen miteinander verbindet und die in der Komplexität der dargestellten Figuren und Konflikte auch heute noch einen mehrschichtigen Deutungsspielraum aufweist. Viele Künstler hatten mit ihren Bildern gesellschaftliche Konfliktfelder programmatisch bearbeitet und auf diese Weise dazu beigetragen, dass die Kunst gesellschaftliche Prozesse ständig begleitete und kommentierte, aber auch Antworten anbot, die sonst nirgendwo zu bekommen waren. Vor allem die jüngere Generation versuchte sich an einer in Ikonographie und Stilistik drastischen Malweise, die kritisch die eigene Verstrickung mit der Gesellschaft thematisierte. Zu sehen sind Werke von drei Künstlergenerationen, die als Lehrer oder Studenten an den Kunsthochschulen in Berlin, Leipzig, Dresden und Halle tätig waren.

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