Im Rahmen des Projektes „Alle in die Kunst! Ausstellung Selbermachen im Kunstarchiv Beeskow” haben sich vier Frauen und ein Mann, die beruflich wenig bis gar nichts mit Kunst zu tun haben oder hatten, auf das Abenteuer eingelassen, als Laienkurator*innen eine Auswahl von Arbeiten aus dem Fundus des Kunstarchives zusammenzustellen. Das Ergebnis dieser Arbeit ist die Ausstellung „Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt“.

Bei Ihrer Auswahl haben sich die Teilnehmenden – statt von einem kunsthistorischen Blick – vor allem von der eigenen Lebenserfahrung sowohl in Ost als auch in West leiten lassen. Klischees, die im Zusammenhang mit Kunst aus der DDR immer wieder gern bedient werden, zu vermeiden – das war ihnen bei ihrer Auswahl besonders wichtig. Unter den Titeln „Buntes Leben“, „Strukturen des Alltags“, „Traum und Realität“ sowie „Fadenschein“ zeigen sie nun in vier Räumen auf der Burg Beeskow Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie und textile Arbeiten, die eines gemeinsam haben: Sie erzählen vom „Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt“.

Kurator*innen: Wolfgang Hain, Kristin Lemke, Constanze Rehfeld, Helga Siegesmund, Christel Weingart

Mit Werken von Theo Balden, Bärbel Bohley, Wolfgang Böttcher, Manfred Butzmann, Wilfried Falkenthal, Herdegen Fehlhaber, Friedrich-Wilhelm Fretwurst, Michael Göttsche, Hans Helmbrecht, Cornelia Jäger-Brendel, Axel Krause, Wolfgang Mattheuer, Harald Metzkes, Lothar Rericha, Andreas Schmidt, Joachim Scholz, Manfred Senff, Hartmut Staake, Hannes H. Wagner, Heinz Wagner, Marion Wenzel, Barbro Wiederhold und Heidi Woitinek.

Das partizipative Ausstellungsprojekt „Alle in die Kunst!“  hat das Kunstarchiv Beeskow in Zusammenarbeit mit der Burg Beeskow realisiert und wird unterstützt durch den Verein Forum Kulturerbe der DDR.

Projektleitung: Martin Maleschka

Begleitprogramm

„Familie Brasch”, Filmvorführung und Gespräch mit Autorin Marion Brasch und Regisseurin Annekatrin Hendel
16. Mai, 19 Uhr

„Das Leben – eine Komödie“, Künstlergespräch mit Harald Metzkes
6. Juni, 14 Uhr

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