Zusammen mit Gästen und Teilnehmern des AFTER <ITY Projekts wollen wir Realitäten schrumpfender Städte in Deutschland und der Ukraine ergründen und abseits des Wachstumsparadigmas neue Vektoren für Entwicklung erkunden.

Städte durchlaufen als lebende und atmende Gebilde verschiedene Zyklen. Sie dehnen sich aus und ziehen sich zusammen. Manchmal, um sich später wieder auszudehnen. Manchmal, um für immer zu verschwinden.Unglücklicherweise werden heutzutage die meisten Städte vor dem Hintergrund einer Wachstumsidee entworfen und geplant. Stadtentwicklung richtet sich häufig nach Masterplänen, deren Ideen tief mit dem kapitalistischen Denken von Bevölkerungs-, Territorien- und Ressourcenakkumulation verwoben sind. Diese Zukunftsvorstellung prägt eine bestimmte Entwicklungsrichtung und versperrt den Blick für andere Existenzformen, die nicht auf Wachstum fußen.

Wie kann die Zukunft in Städten aussehen, deren unausweichliche Realität mit weniger Gebäuden, weniger Menschen und weniger wirtschaftlichen Aktivitäten einhergeht?

Programm
11:30 – Eröffnung des Symposiums
13:30 – Mittagessen
14:15 – AFTER <ITY Projektpräsentationen
16:15 – Öffentliche Gesprächsrunde
17:00 – Abschluss des Symposiums mit gemeinsamem Abendessen und informellem Wissensaustausch

After <ity Teilnehmer
Ramona Zißner
Yvonne Bo
Наталья Криворучко
Анастасія Антипенко
Катя Олійник
Виктор Бучнев
Olya Kononova
Daria Borovyk
Vita Sch
Belorusets Yevgenia
Evgeniya Kuzmenko
OA Schmidt
Lutz Hohlfeld

Symposium Gäste:
METASITU, Olga Schmidt and Alexander Formozov, Stefan Henkel, Axel Drieschner, Niklas Nitschke, Asia Bazdyrieva, Teta Tsybulnyk

AFTER <ITY ist ein gemeinsames Projekt zwischen dem Degrowth Institute (Kyiv) und Dekabristen e.V. (Berlin). In diesem Rahmen arbeiteten 12 junge Teilnehmer – Architekten, Stadtplaner, politische Entscheidungsträger, Mitarbeiter der Stadtverwaltung, zivilgesellschaftliche Aktivisten, Künstler, Bewohner schrumpfender Städte in der Ukraine und Deutschland – an einem neuen Verständnis für städtische Verkleinerung.

Das Ziel von AFTER <ITY ist es eine Gemeinschaft aus Praktikern zu schaffen, die Ideen und Methoden abseits des Wachstumsparadigmas ergründen. Vom 26. Mai bis zum 1. Juni verbrachten die 12 ausgewählten Teilnehmer in Mariupol, um sich mit Methoden partizipativer Stadtplanung vertraut zu machen und die Grundstruktur für einen eintägigen Workshop zu entwickeln.
Zwischen Juni und September entwickelten die Teilnehmer die Workshops weiter und setzten sie in ihren eigenen Städten um. Vom 2. September – 06. September treffen sich die 12 Teilnehmer in Potsdam, um die Ergebnisse und Lernerfahrungen aus ihren Workshops zu reflektieren. Die Ergebnisse werden am 07.09.2019 während des After <ity Symposiums in Eisenhüttenstadt vorgestellt.

Das Projekt wird von MeetUp! Einem Deutsch-Ukrainischen Jugendaustauschprogramm unterstützt.

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