1953 erscheint in der historischen Sicht ein Gelenkjahr für die Entwicklung in der DDR. Mit dem 17. Juni endeten alle Hoffnungen auf eine gerechtere und humane Gesellschaft in der DDR und zugleich wurde deutlich, dass das Projekt einer sozialistischen Gesellschaft mit den bis dahin geübten Praxen nicht durchsetzbar war. In den Blick genommen wurde in der Ausstellung der Verlauf eines ganzen Jahres, um Ereignisse gleichermaßen wie langfristige Entwicklungen aufzuspüren und in Beziehung zu setzen, die longue durée der geschichtlichen, gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung, die im Spannungsverhältnis zur Dramatik des historischen Ereignisses des Volksaufstandes im Gegensatz steht.

Die Ausstellung gab mittels Fotografien, Presseberichten und Objekten Einblicke in die Politik, die wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Jahres, berichtet über Kultur und Architektur, über Konsumgüter und Personenkult.

Die Ausstellung wurde gefördert durch die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Kooperation mit dem Deutschen Rundfunkarchiv Potsdam-Babelsberg.

Die begleitende Publikation zur Ausstellung wurde finanziell ermöglicht durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.

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